Quick Answer: Seit September 2026 gibt es mit dem Dreame Cyber X (UVP 1.199 €) erstmals ein käufliches Treppenmodul — allerdings kein eigenständiger Saugroboter, sondern ein Zusatzmodul, das bislang nur mit der Dreame X60 Pro-Serie funktioniert, 27 Sekunden pro Stufe braucht und Steigungen bis 42 Grad schafft. Für alle anderen Haushalte zählt weiterhin eine zuverlässige Absturzsicherung (Klippensensoren) direkt vor der Treppe und eine klare Strategie für mehrere Etagen: entweder ein Modell mit Mehr-Etagen-Kartierung, das du selbst nach oben trägst, oder pro Stockwerk ein eigenes, günstigeres Gerät. Für Ersteres eignet sich der Roborock Saros 10R (ab ca. 753 €), für Zweiteres reicht bereits der eufy C10 (ab ca. 199 €) pro Etage.
Warum “treppensteigende” Saugroboter noch Zukunftsmusik sind
Die Suche nach “Saugroboter für Treppen” führt viele Käufer zu einer falschen Erwartung: dass es bereits Geräte gibt, die selbstständig Stufe für Stufe hochfahren. Das stimmt inzwischen nur mit Einschränkungen — seit September 2026 ist mit dem Dreame Cyber X das erste käufliche Treppenmodul erhältlich, aber eben kein eigenständiger Saugroboter, sondern ein Zusatzmodul für ein kompatibles Dreame-Gerät. Die übrigen angekündigten Systeme sind weiterhin Konzepte ohne Kaufoption:
- Dreame Cyber X — externe Raupeneinheit, seit September 2026 kaufbar (UVP 1.199 €), aber bislang nur kompatibel mit der Dreame X60 Pro-Serie. Braucht laut Hersteller rund 27 Sekunden pro Stufe und bewältigt Steigungen bis 42 Grad sowie gerade, offene und spiralförmige Treppenformen. Im ausführlichen Cyber-X-Test zeigen wir, warum die reale Gesamtrechnung mit kompatiblem Roboter eher bei 2.400 € statt 1.199 € liegt.
- Roborock Saros Rover — Rad-Bein-Hybridarchitektur, auf der CES 2026 als Konzept gezeigt, soll laut Hersteller vier Stufen in unter einer Minute schaffen und dabei sogar reinigen. Noch nicht bestellbar.
- eufy MarsWalker — externes Raupenplattform mit vier Armen, auf der IFA 2025 präsentiert, Marktstart 2026 angekündigt, kompatibel mit dem eufy S2 Omni. Noch nicht bestellbar.
- MOVA Zeus 60 — Hebeplattform mit ausfahrbaren Füßen, ebenfalls bis 25 cm Stufenhöhe, benötigt aber über zwei Minuten für vier Stufen. Noch nicht bestellbar.
Für die meisten Haushalte ändert das wenig: Der Cyber X kostet als Zusatzmodul mehr als viele komplette Saugroboter, funktioniert nur mit einem einzigen kompatiblen Gerät und eignet sich damit vorerst nur für Nutzer, die ohnehin in ein Dreame-X60-Pro-System investieren wollen. Für alle anderen bleibt es 2026 realistischer, mit einem Roboter zu planen, der auf einer Ebene bleibt — und das Mehr-Etagen-Problem anders zu lösen.
Die besten Lösungen für Haushalte mit Treppe
| Modell | Strategie | Absturzsicherung | Etagen-Karten | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Roborock Saros 10R | Ein Gerät, selbst tragen | LiDAR + Kamera-Klippensensoren | Mehrere Karten speicherbar | ab ca. 753 € |
| Roborock Q Revo | Ein Gerät, selbst tragen | Klippensensoren | Mehrere Karten speicherbar | ab ca. 399 € |
| eufy C10 | Ein Gerät pro Etage | Klippensensoren | Eine Karte je Gerät | ab ca. 199 € |
| Dreame X50 Ultra | Ein Gerät, selbst tragen | ProLeap-Sensorik + Klippensensoren | Mehrere Karten speicherbar | ca. 750-800 € |
Strategie 1: Ein Roboter, mehrere Etagenkarten
Die meisten aktuellen Mittelklasse- und Premium-Modelle können mehrere Grundrisse dauerhaft speichern — du saugst im Erdgeschoss, trägst den Roboter samt Basisstation (oder nur den Roboter, wenn du zwei Stationen hast) ins Obergeschoss, und die App erkennt automatisch, welche Etagenkarte gerade gilt. Das spart die Anschaffung eines zweiten Geräts, kostet dich aber die Trage-Arbeit selbst.
Roborock Saros 10R
- LiDAR-Navigation kombiniert mit Kamera-gestützter Hinderniserkennung erkennt Treppenabsätze zuverlässig.
- Speichert mehrere Etagenkarten dauerhaft, ideal zum Tragen zwischen den Stockwerken.
- Ausführlicher Test: Roborock Saros 10R Test.
Wer nicht ganz so viel ausgeben will, findet mit dem Roborock Q Revo eine solide Alternative: Auch er speichert mehrere Etagenkarten und bringt zuverlässige Klippensensoren mit, ausführlich getestet im Roborock Q Revo Test.
Strategie 2: Pro Etage ein eigenes, günstiges Gerät
Wenn dir das Tragen zu lästig ist oder mehrere Familienmitglieder gleichzeitig auf verschiedenen Etagen saugen wollen sollen, lohnt sich oft eher ein zweites, günstigeres Gerät als ein einzelnes Premium-Modell.
eufy C10
- Kompakte Bauhöhe (7,3 cm) passt unter viele Möbel und Sockelleisten.
- Solide Klippensensoren trotz Einstiegspreis.
- Mehr Details im Ratgeber für kleine Wohnungen.
Zwei eufy C10 für zwei Etagen kosten zusammen immer noch deutlich weniger als ein einzelner Saros 10R — dafür verzichtest du auf High-End-Navigation und musst beide Geräte getrennt einrichten und pflegen.
Absturzsicherung: Worauf du wirklich achten solltest
Jeder aktuelle Saugroboter besitzt Klippensensoren an der Unterseite der Front, die per Infrarot Abgründe erkennen und den Roboter stoppen, bevor er die Treppe hinunterfällt. Das Problem in der Praxis: Dunkle Teppiche oder schwarze Bodenbeläge können diese Sensoren täuschen, weil sie das Infrarot-Signal ähnlich schlecht reflektieren wie ein echter Abgrund — der Roboter bremst dann grundlos vor einem harmlosen Teppich. Bei hochwertigeren Modellen wie dem Saros 10R oder dem Dreame X50 Ultra übernimmt zusätzlich eine Kamera die Plausibilitätsprüfung, was Fehlalarme reduziert.
Als zusätzliche Absicherung direkt vor der Treppenstufe helfen zwei Dinge:
- Virtuelle Wand (Gerät): Ein kleiner Sender mit Infrarot-Signal, den du vor die Treppe stellst. Kostet laut Fachhändlern etwa 20 bis 50 €, unabhängig vom Roboter-Modell einsetzbar.
- No-Go-Zone in der App: Bei den meisten 2026er-Modellen zeichnest du nach der ersten Kartierung kostenlos eine Sperrzone direkt vor der Treppenöffnung ein — die zuverlässigste und günstigste Lösung, sofern dein Modell diese Funktion unterstützt.
Fazit
Ein Saugroboter, der die Treppe selbst hochsteigt, ist für die meisten Haushalte auch 2026 noch keine praktikable Kaufoption — einzig der Dreame Cyber X ist seit September 2026 real erhältlich, aber als teures Zusatzmodul nur für ein einziges kompatibles System. Die Konzepte von Roborock, eufy und MOVA sind weiterhin keine Serienprodukte. Für Haushalte mit Treppe zählt deshalb weiterhin eine zuverlässige Absturzsicherung plus eine passende Etagen-Strategie: Roborock Saros 10R, wenn du ein Gerät zwischen den Stockwerken tragen willst, oder zwei eufy C10, wenn dir ein Gerät pro Etage lieber ist. Wie du generell die richtigen Kriterien beim Kauf abwägst, steht im Kaufratgeber Saugroboter kaufen. Für Wohnungen ohne Treppenproblematik, aber mit wenig Platz, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber für kleine Wohnungen. Und falls dein Saugroboter nach ein paar Monaten Ersatzteile braucht, findest du alles Wichtige im Ratgeber Saugroboter Ersatzteile.